Vermehrung

Allgemeines zur orangen Garnele

Bevor wir uns der Vermehrung wittmen, wollen wir uns die orangen Garnele selbst betrachten. Mit ihr zieht Farbe in das Aquarium ein, so dass sich mit der orangen Garnele Kontraste im Becken setzen lassen. Die weiblichen Garnelen haben hierbei eine intensivere Orangefärbung als die männlichen Tiere. Die aus der Red Fire Sakura entstandene Zuchtform lässt keine Wünsche offen.

Die orangen Garnelen sind attraktive, temperamentvolle und sehr soziale Tiere, die immer in Gruppen gehalten werden müssen. Der wissenschaftliche Name der orangen Garnele lautet Neocaridina heteropoda.

Aufgrund der schönen Färbung und der einfachen Haltung erobern orange Garnelen immer öfters heimische Aquarien. Zu Recht, denn die ungefähr drei Zentimeter großen Wirbellosen sind eine Attraktion in jedem Becken.

Voraussetzung für die Vermehrung

Die beste Voraussetzung für die Vermehrung sind perfekte Haltungsbedingungen. Orange Garnelen sind nicht nur wegen ihrer attraktiven Färbung so beliebt, sondern auch deshalb, weil die Vermehrung gut funktioniert. Mehrmals im Jahr sorgen die Garnelen für Nachwuchs. Damit bei der Vermehrung der intensive Orangeton erhalten bleibt, sollten für die Zucht nur Elterntiere ausgewählt werden, die selbst eine kräftige Orangefärbung aufweisen.

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kräftig gefärbte orangene Garnele

Wer auf eine Wassertemperatur zwischen 16 und 28 Grad Celsius, auf eine Gesamthärte bis 30°dgH und einen pH-Wert von 6 bis 8 achtet, schafft nicht nur beste Bedingungen für ein artgerechtes Leben der orangen Garnele, sondern sorgt mit diesen Werten auch dafür, dass es mit der Vermehrung funktioniert.

Der Ablauf

Ab dem zweiten bis dritten Lebensmonat ist die orange Garnele geschlechtsreif. Jetzt sind auch die Geschlechtsmerkmale der orangen Garnele deutlich zu erkennen. Die Weibchen sind etwas größer und fülliger als die männlichen Garnelen. Bei den weiblichen Garnelen ist ab diesem Zeitpunkt auch der Eifleck im Nacken gut sichtbar. Es handelt sich dabei um einen sehr hellen bis weißen Fleck.

orangene_fire_garnele_mit_eifleck

Die weiblichen Tiere häuten sich und geben einen Sexuallockstoff ab. Diese Pheromone locken die Männchen an. Mit der orangen Garnele ist im Aquarium immer viel los, denn die Tiere sind besonders aktiv. So richtig aufregend geht es aber jetzt zu, wenn die Männchen hektisch dem Weibchen nachjagen.

Die männliche Garnele klebt seinen Samen an die hintere Geschlechtsöffnung des Weibchens. Die Aufgabe der weiblichen, orangen Garnele ist es dann, die Eier durch den Samen zu drücken und sich danach die Eier zwischen die Schwimmbeine an den Hinterleib zu kleben. Die Eier sind zunächst weiß, werden jedoch in kürzester Zeit durchsichtig.

orangene_garnele_weisse_eier

Während der Tragezeit hat die Garnele viel zu tun. Eigentlich ist sie andauernd mit der Brutpflege beschäftigt und das im Durchschnitt ganze vier Wochen lang. Die Zwerggarnele trägt nicht nur die Eier immer mit sich herum, nein, sie sortiert sie sogar um und fächert den Eiern ständig frisches Wasser zu. Dadurch wird ihnen immer ausreichend Sauerstoff zugeführt und eine Verpilzung verhindert.

Sollten sich doch einmal Eier der orangen Garnele verpilzen oder sind einige unbefruchtete Eier vorhanden, werden diese von der Garnele abgestoßen. Aufopfernd kümmert sie sich darum, dass sich die Junggarnelen in den Eiern prächtig entwickeln können.

Das Faszinierende an der Vermehrung der orangen Garnele ist, dass der Aquarianer die Entwicklung vom befruchteten Ei bis zur adulten Garnele gut beobachten kann.

Neues Leben entsteht

Jede Geburt ist ein spannendes und aufregendes Erlebnis. Da macht die orange Garnele keine Ausnahme. Die Zwerggarnele gehört dem spezialisierten Fortpflanzungstyps an. Das bedeutet, die Tragezeit ist eher kurz und es schlüpfen fertig entwickelte, selbstständige Junggarnelen aus den Eiern, die schon so wie die Elterntiere aussehen. Nur eben in klein. Einziger Unterschied ist, dass die jungen Tiere noch nicht die schöne intensive Färbung haben. Sie sehen blass und durchsichtig aus und werden erst später Orange.

jungtiere_der_orange_garnelen

Bis zur Geburt dauert es einige Zeit. Die Tragezeit bis neues Leben entsteht, hängt von der Wassertemperatur ab. Die Garnele gehört zur Gruppe der wechselwarmen Tieren. Wärme beeinflusst den Stoffwechsel. Je wärmer es ist, desto schneller entwickeln sich die Jungtiere.

Es lohnt sich, die Eier genau zu betrachten. Sind die Augen der Babygarnelen bereits in den Eiern erkennbar, dauert es nicht mehr lange bis zur Geburt. Nur mehr ein paar Tage und die Junggarnelen schlüpfen.

Spricht man bei Frauen vom Gebären, wird der Vorgang bei der orangen Garnele als Entlassen bezeichnet. Am Ende der Tragezeit wedelt die Zwerggarnele die bereits vollständig entwickelten Junggarnelen aus ihrem Bauch heraus.

Die ersten Wochen

Ab dem Zeitpunkt der Geburt, besser gesagt, ab dem Zeitpunkt des Schlüpfens, sind die Junggarnelen selbstständig und für sich selbst verantwortlich. Sie kehren nicht mehr zur Mutter zurück. Die Junggarnelen häuten sich zu Beginn ihres Lebens mehrmals am Tag, erst später werden die Abstände der Häutungen größer.

In ihren ersten Lebenstagen sind die Jungtiere vielen Gefahren ausgesetzt. Hat das Aquarium zum Beispiel keinen Schwamm- oder Mattenfilter, werden sie unweigerlich vom Filter angesaugt.

Im Gemeinschaftsbecken sind die Winzlinge eine beliebte Delikatesse. Vor allem Fische freuen sich über eine Abwechslung am Speiseplan, weshalb das Aquarium über Verstecke wie Wurzeln und Steine verfügen sollte.

Umso wichtiger ist es, dass vor der Vermehrung das Aquarium auf die neuen Mitbewohner vorbereitet wird. Neben dem speziellen Filter muss das Aquarium mit viel Moos, mit braunem Herbstlaub und mit Wasserpflanzen ausgestattet werden.

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Braunes Herbstlaub

Nur wenn diese Versteckmöglichkeiten vorhanden sind, haben die Miniaturausgaben der orangen Garnele eine Überlebenschance. Gleichzeitig sind die Wasserpflanzen ein perfekter Weidegrund für die jungen Garnelen.

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Wichtig ist auch eine optimale Fütterung der kleinen Garnelen. Ist eine Zufütterung für die Junggarnelen erforderlich, ist Staubfutter genau richtig. Es ist ein kleinteiliges Futter und kann von den Garnelen leichter aufgenommen werden als grobes Futter.

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Aufzuchtgarnelenfutter

Tipps vom erfahrenen Halter

Wenn die Vermehrung gelingen soll, muss verstärkt auf die Wasserwerte geachtet werden. Die Junggarnelen reagieren auf nicht gute Wasserwerte viel empfindlicher als die adulten Garnelen. Sind Junggarnelen im Aquarium, sollten die Wasserwerte in kürzeren Intervallen kontrolliert und bei Bedarf angepasst werden.